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Seiko Prospex Speedtimer: Drei neue Solar-Chronographen (SSC961, SSC963, SSC965) im Check

Die Legende des Speedtimers ist so tief mit der Geschichte der Zeitmessung verwurzelt wie kaum ein anderer Name. Seit Seiko 1969 mit dem Kaliber 6139 den weltweit ersten Automatik-Chronographen mit Schaltrad und vertikaler Kupplung vorstellte, steht die Serie für technische Pionierarbeit. Im Februar 2026 erweitert Seiko dieses Erbe um drei spannende Varianten innerhalb der Prospex-Linie: die Referenzen SSC961, SSC963 und SSC965. Diese Neuvorstellungen atmen den Geist der sogenannten „Youngtimer“ – jener Kult-Autos der späten 80er bis frühen 2000er Jahre, die heute als moderne Klassiker gefeiert werden.


Alles, was du wissen musst:

  • Design-Konzept: Drei neue Zifferblatt-Varianten im 39-mm-Gehäuse, inspiriert von der Ästhetik der „Youngtimer“-Ära – von klassischem Panda bis hin zu mutigem Mintgrün und Rosa.
  • Moderne Technik: Angetrieben durch das bewährte Solarkaliber V192, das absolute Wartungsfreiheit mit einer Ganggenauigkeit von $\pm 15$ Sekunden pro Monat kombiniert.
  • Verfügbarkeit & Preis: Erhältlich ab Februar 2026 zu einem fairen Kurs von ca. 640 € bis 750 €, was sie zu idealen „GADA“-Uhren (Go Anywhere, Do Anything) macht.

Technische Daten: Seiko Prospex Speedtimer (Solar)

MerkmalSpezifikation
ReferenzenSSC961 (Panda), SSC963 (Rosa), SSC965 (Mintgrün)
UhrwerkSolarkaliber V192 (lichtbetrieben)
GehäusematerialEdelstahl (gebürstet & poliert)
GlasGewölbtes, innen entspiegeltes Saphirglas
Durchmesser39,0 mm
Höhe13,3 mm
Lug-to-Lug45,5 mm
Wasserdichtigkeit10 bar (100 m)
GangreserveBis zu 6 Monate bei voller Ladung
Funktionen60-Min-Chronograph, 24h-Anzeige, Gangreserve-Indikator, Datum
Preis (UVP)ca. 640 € – 750 € (je nach Markt)

Design & Gehäuse: Die perfekte 39-mm-Formel

Wir Uhren-Nerds wissen: Die Gehäusegröße ist oft das Zünglein an der Waage. Seiko bleibt hier bei der extrem beliebten 39-mm-Plattform. Diese Dimensionen sind der „Sweet Spot“ für fast jedes Handgelenk und sorgen durch das kompakte Lug-to-Lug-Maß von 45,5 mm für einen fantastischen Tragekomfort.

Das Finish des Edelstahlgehäuses ist eine Mischung aus feinem Hairline-Schliff auf der Oberseite und hochglanzpolierten Flanken. Besonders hervorzuheben ist das gewölbte Saphirglas, das dem Chronographen einen tollen Retro-Look verleiht, ohne die Kratzfestigkeit moderner Gläser zu opfern. Die Drücker sind angenehm groß dimensioniert, was die Bedienung der Stoppfunktion – ein Kernelement der Speedtimer-DNA – deutlich erleichtert.


Die Zifferblätter: Zwischen Tradition und Mut

Die drei neuen Referenzen bedienen unterschiedliche Geschmäcker, folgen aber alle dem Konzept der „Youngtimer“-Ästhetik.

  • SSC961 (Panda): Die sicherste Wahl für Puristen. Das weiße Zifferblatt mit schwarzen Hilfszifferblättern ist eine direkte Hommage an die Rennsport-Chronos der 60er und 70er Jahre.
  • SSC963 (Pink): Hier wird es mutig! Das rosa Zifferblatt mit sandgestrahltem Finish ist ein echtes Statement und greift die farbenfrohe Experimentierfreude der 90er Jahre auf.
  • SSC965 (Mintgrün): Mein persönlicher Favorit. Das Mintgrün ist dezent und entsättigt, was der Uhr je nach Lichteinfall einen fast technischen, metallischen Look verleiht.

Alle Modelle nutzen LumiBrite auf den Zeigern und Indizes, die Nachleuchtzeit im Dunkeln ist jedoch nicht mit einer Taucheruhr von Seiko zu vergleichen und eher schwach.


Das Werk: Sorgenfreie Solarkraft (Kaliber V192)

Im Inneren schlägt das Solarkaliber V192. Für Sammler mechanischer Uhren mag Quarz oft ein Tabu sein, aber Seikos Solartechnologie ist eine Klasse für sich. Die Uhr zieht ihre Energie aus jeder Lichtquelle, sodass ein Batteriewechsel komplett entfällt.

Ein smartes Feature ist die Multifunktionsanzeige bei 6 Uhr: Im normalen Modus zeigt sie die Gangreserve an (F für Full, E für Empty). Sobald man den Chronographen startet, springt dieser Zeiger um und misst die verstrichenen Minuten. Das ist Ingenieurskunst, die im Alltag echten Mehrwert bietet.


Fazit & Bewertung

Seiko hat mit der SSC961, SSC963 und SSC965 alles richtig gemacht. Sie nehmen das bewährte Design der Solar-Speedtimer und bringen durch die neuen „Youngtimer“-Farben frischen Wind in die Kollektion. Wer eine robuste, wartungsfreie und historisch inspirierte Uhr für jeden Tag sucht, kommt an diesen Modellen kaum vorbei.

✔️ Vorteile

  • Kompakte 39 mm Gehäusegröße mit sehr ausgewogenen Proportionen und hohem Tragekomfort
  • Solarbetrieb sorgt für zuverlässige Energieversorgung ohne Batteriewechsel
  • Chronograph mit 1/5-Sekunden-Messung bis 60 Minuten für den Alltag völlig ausreichend
  • Hochwertige Verarbeitung mit gebürsteten und polierten Flächen
  • Saphirglas schützt zuverlässig vor Kratzern
  • 100 Meter Wasserdichtigkeit macht die Uhr alltagstauglich und sportlich einsetzbar
  • Mehrere Farbvarianten (SSC961, SSC963, SSC965) bieten Auswahl zwischen sportlich und klassisch
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Solar-Chronographen-Segment

❌ Nachteile

  • Kein mechanisches Uhrwerk – für Puristen weniger emotional als ein Automatik-Chronograph
  • Stoppsekundenanzeige nur in 1/5-Sekunden-Schritten, nicht hochfrequent
  • Armband ohne werkzeuglose Feinverstellung
  • Solar-Zifferblattstruktur wirkt je nach Lichteinfall leicht technisch

Gesamtbewertung: 9 / 10


FAQ – Häufig gestellte Fragen

Sind die Uhren limitiert?

Nein, die Modelle SSC961, SSC963 und SSC965 werden als reguläre Bestandteile der Prospex-Kollektion eingeführt.

Wie lange hält der Akku ohne Licht?

Bei voller Aufladung läuft die Uhr bis zu 6 Monate lang, selbst wenn sie in kompletter Dunkelheit gelagert wird.

Passt die Uhr an schmale Handgelenke?

Ja, durch den Durchmesser von 39 mm und das kurze Lug-to-Lug-Maß von 45,5 mm ist sie ideal für Handgelenke ab ca. 15,5 cm Umfang geeignet.

Wo kann man die neuen Modelle kaufen?

Die Uhren sind ab Februar 2026 bei autorisierten Seiko-Händlern sowie in den Seiko-Boutiquen erhältlich.

Autor

  • Pablo Wild

    Ich bin Pablo – Gründer von uhren-nerd.de und bekennender Zeitmesser-Enthusiast. Für mich zählt nicht der Preis einer Uhr, sondern die Geschichte, die sie erzählt, das Gefühl am Handgelenk und die Leidenschaft, mit der sie gebaut wurde. Ob 50 oder 5.000 Euro – jede Uhr kann etwas Besonderes sein.

    Seit vielen Jahren begeistern mich Armbanduhren in all ihren Facetten: mechanisch oder quarzgetrieben, Vintage oder modern, Mikrobrand oder Traditionsmarke. Diese Begeisterung teile ich auf uhren-nerd.de mit allen, die mehr suchen als reine Statussymbole – Enthusiasten, die Geschichte, Design und Charakter einer Uhr zu schätzen wissen.

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