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Sinn 903 St II G & A: Zwei neue Farben für den Kult-Chrono

Sinn bringt im Frühjahr 2026 frische Farbe in die bewährte 903-Familie: Mit der 903 St II G (Grün) und der 903 St II A (Anthrazit) kommen zwei neue Varianten des kultigen Navigationschronographen auf den Markt. Technisch identisch mit der bekannten Stahl-903 – aber endlich mit Zifferblatt-Charakter für alle, denen Schwarz zu langweilig ist.

Alles auf einen Blick

  • Die Sinn 903 St II G bringt ein tiefgrünes, galvanisch veredeltes Zifferblatt mit Sonnenschliff in die 903-Linie – ein Farbton mit echtem Charakter, der dem Werkzeuguhren-Charakter der 903 eine moderne Note verleiht.
  • Die Sinn 903 St II A setzt auf Anthrazit statt klassischem Schwarz – subtiler, urbaner und eleganter als die Standardversion, aber genauso funktional.
  • Beide Modelle laufen mit dem Schaltrad-Chronographen LJP L110, sind bis 200 Meter wasserdicht und kommen ab 3.350 € – und richten sich an Sammler sowie Navigationschronograph-Fans, die mehr Persönlichkeit am Handgelenk wollen.

Die Uhr auf einen Blick: Technische Daten

EigenschaftDetails
WerkLJP L110, Automatikaufzug 
Frequenz28.800 Halbschwingungen/h (4 Hz) 
Gangreservemind. 60 Stunden 
Rubinlagersteine26 
ChronographSchaltrad, fein veredelt 
Gehäusegröße41 mm Durchmesser × 14,5 mm Höhe 
MaterialEdelstahl (poliert/satiniert) 
GlasSaphirkristall (beidseitig entspiegelt) 
DrehringRechenschieber, logarithmische Teilung, DSP-Technologie 
Wasserdichtigkeit20 bar (200 m) 
Bandanstoß22 mm 
Gewicht (ohne Band)84 g 

Das Design: Neue Farben, klare Piloten-DNA

Sinn 903 St II G chronograph watch with green dial and beige leather strap 

Die 903 war immer eine Uhr, die weiß, was sie ist – Navigationschronograph, Werkzeug, Frankfurter Ingenieurskunst. Grün und Anthrazit brechen nicht mit dieser Identität, sondern verstärken sie auf unterschiedliche Weise.

Das grüne Zifferblatt der 903 St II G hat einen tiefen, satten Farbton mit galvanischer Veredelung und Sonnenschliff, der je nach Lichteinfall von olivgrün bis smaragdgrün changiert. In Kombination mit einem braunen Vintage-Lederband entsteht ein Look, der klassischen Pilotenuhr-Charme mit moderner Farbsprache verbindet – mein persönlicher Favorit der beiden Neuheiten.

Die anthrazitfarbene 903 St II A ist die ruhigere, urbanere Wahl. Das anthrazitgraue Zifferblatt mit Sonnenschliff ist keine bloße Grauabstufung des Schwarz, sondern hat eine eigenständige Wirkung – weniger technisch-kühl als Schwarz, mehr Tiefe, mehr Charakter. Auf dem schwarzen Lederband oder dem Stahlband wirkt sie wie die perfekte „stealth“ Version der 903.

Design-Details auf einen Blick:

  • Drehring mit beidseitig drehbarer Rechenschieberlünette (Innen- und Außenring)
  • Zifferblatt galvanisch veredelt, Sonnenschliff, rhodinierte Hilfszifferblätter
  • Hybridkeramische Nachleuchtelemente bei Stunden- und Minutenzeiger sowie Indizes
  • Saphirglas beidseitig entspiegelt für maximale Ablesbarkeit
  • Gehäuseboden mit Saphirglas und Blick aufs Werk

Warum DSP? Das steckt hinter der Lünettentechnik

Eine frei drehbare Rechenschieberlünette ist technisch eine echte Herausforderung: Wer die Dichtigkeit der Uhr erhalten will, muss den Drehring üblicherweise aufwendig abdichten – was wiederum die Bedienung schwergängig macht.

Sinn löst das mit der DSP-Technologie (Dynamisch dichtende Materialmischung, Spezialgleitfett, Präzisionspaarung): Der Drehring lässt sich direkt am Außendurchmesser bedienen, bleibt leichtgängig und dichtet trotzdem zuverlässig bis 20 bar ab. Das klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist es aber nicht – bei Breitling Navitimer-Modellen ist die Wasserdichtigkeit mit Rechenschieberlünette auf 30 Meter begrenzt. Sinn erreicht das Siebenfache.


Das Werk: Schaltrad-Qualität in der Mittelklasse

Das LJP L110 von La Joux-Perret ist die datumlose Variante des L112, das bereits in der limitierten 903 Ti II Jubiläum verbaut wurde. Ein Schaltrad steuert die Chronographenfunktionen – das ist präziser und verschleißärmer als ein Nockenrad-System und findet sich sonst oft erst in deutlich teureren Uhren.

Mit 60+ Stunden Gangreserve übersteht die Uhr problemlos ein langes Wochenende ohne Aufziehen, die 28.800 Halbschwingungen sorgen für eine flüssige Sekundenzeigerbewegung. Die Feinveredelung der Werksteile ist durch den transparenten Saphirglasboden sichtbar – handwerklich sauber, wie man es von Sinn erwartet.


Eine kurze Geschichte der Sinn 903

Die 903 ist eine der interessantesten deutschen Uhrengeschichten: Als Willy Breitling infolge der Quarzkrise seine Firma Ende der 1970er-Jahre aufgeben musste, kaufte Helmut Sinn ihm unter anderem Gehäusewerkzeuge ab – was direkt zur Entwicklung der 903 und ihrer offensichtlichen Ähnlichkeit zur Navitimer führte. Nach einem längeren Schlaf feierte die Linie 2024 ein starkes Comeback als überarbeitete 903 II-Generation mit neuem Werk und verbesserter DSP-Lünette. Die beiden Frühjahrsneuheiten 2026 sind der konsequente nächste Schritt: mehr Auswahl, mehr Persönlichkeit – auf einer bereits exzellenten technischen Basis.


Meine Einschätzung: Für alle, die Farbe mit Substanz wollen

Wer die 903 St II schon immer mochte, aber auf den richtigen Farbton gewartet hat, wird jetzt fündig. Grün und Anthrazit sind keine Kompromisse – sie sind eigenständige Charakterköpfe, die der 903-Linie gut stehen. Die technische Substanz (Schaltrad, DSP, 200m Wasserdichtigkeit) ist ohnehin gesetzt.

✔️ Vorteile

  • Klassischer Fliegerchronograph mit historischer 903-DNA und Rechenschieberlünette
  • Robustes Edelstahlgehäuse mit hoher Alltagstauglichkeit
  • Bewährtes Automatik-Chronographenwerk mit zuverlässiger Performance
  • Hervorragende Ablesbarkeit trotz komplexer Skalenstruktur
  • Saphirglas vorne und Sichtboden hinten
  • Typische Sinn-Verarbeitungsqualität mit funktionalem Fokus
  • Ikonisches Toolwatch-Design mit starkem Wiedererkennungswert

❌ Nachteile

  • Sehr komplexes Zifferblatt mit hoher Informationsdichte
  • Rechenschieberfunktion im modernen Alltag selten genutzt
  • Gehäusegröße wirkt an schmalen Handgelenken präsent

Uhren-Nerd Fazit: 9/10 – Zwei starke, charaktervolle Ergänzungen einer ohnehin überzeugenden Linie. Wer die schwarze 903 St II kennt und liebt, weiß, was er bekommt – nur diesmal mit mehr Persönlichkeit auf dem Zifferblatt.


Wo kann man die Uhren kaufen?

Beide Modelle sind direkt über sinn.de sowie bei autorisierten Sinn-Händlern erhältlich. Die 903 St II G und A sind Serienmodelle – kein Zeitdruck wie bei der limitierten Jubiläumsedition. Wer trotzdem sicher gehen will: Beim Händler des Vertrauens vormerken lassen lohnt sich immer, gerade beim grünen Modell dürfte die Nachfrage anfangs hoch sein.

Mein Tipp: Wer die leichtere Variante bevorzugt: Die 903 Ti II Jubiläum in Titan ist die Referenz für maximalen Tragekomfort – unser ausführlicher Test lohnt sich als Lektüre vor der Kaufentscheidung.


Community-Meinung: Was sagen andere Uhren-Nerds?

Im Sinn-Uhrenforum wurde die Ankündigung am 22. Februar 2026 sofort diskutiert – die Reaktionen sind erwartungsgemäß positiv, besonders das Grün polarisiert (im guten Sinne). Einige Forumsmitglieder wünschen sich noch eine blaue Variante, andere sind froh, dass Sinn die Linie ohne Preiserhöhung erweitert.

Was meint ihr: Grün oder Anthrazit – oder doch lieber das klassische Schwarz? Schreibt’s in die Kommentare!

Autor

  • Pablo Wild

    Ich bin Pablo – Gründer von uhren-nerd.de und bekennender Zeitmesser-Enthusiast. Für mich zählt nicht der Preis einer Uhr, sondern die Geschichte, die sie erzählt, das Gefühl am Handgelenk und die Leidenschaft, mit der sie gebaut wurde. Ob 50 oder 5.000 Euro – jede Uhr kann etwas Besonderes sein.

    Seit vielen Jahren begeistern mich Armbanduhren in all ihren Facetten: mechanisch oder quarzgetrieben, Vintage oder modern, Mikrobrand oder Traditionsmarke. Diese Begeisterung teile ich auf uhren-nerd.de mit allen, die mehr suchen als reine Statussymbole – Enthusiasten, die Geschichte, Design und Charakter einer Uhr zu schätzen wissen.

    Hier findest du unabhängige Testberichte, persönliche Eindrücke und Infos, die dir helfen sollen, deine eigene Uhrenreise zu gestalten – ganz egal, wie groß dein Budget ist. Denn wahre Faszination kennt keinen Preis.

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