Tissot bringt 2026 den Klassiker zurück: Die neue Visodate erscheint in drei Varianten – Blau, Schwarz, Silber – und macht mit 39 mm, schlanken 10,45 mm Bauhöhe und dem Powermatic 80 mit 80 Stunden Gangreserve klar, was eine elegante Alltagsuhr unter 900 Euro leisten kann.
Tissot Visodate: Ein Name mit Geschichte
Manche Uhrenmodelle brauchen keine Neuerfindung – sie brauchen nur eine ehrliche Rückkehr zu dem, was sie immer waren. Die Tissot Visodate ist so ein Modell. Ursprünglich in den 1950ern eingeführt, war sie eine der ersten Uhren, die eine Datumsanzeige populär machte – daher der Name: Viso (Gesicht, Zifferblatt) + Date. Das gewölbte Zifferblatt, das charakteristische Datumsfenster bei 3 Uhr und die schlanke Silhouette haben über 70 Jahre überlebt.
Jetzt kehrt die Visodate in einer komplett neu aufgelegten Version zurück – kleiner als ihr Vorgänger (39 statt 42 mm), moderner im Werk, aber genauso unaufgeregt in der Haltung. Mein erster Eindruck nach den Pressebildern: Tissot hat hier keine Experimente gemacht, sondern konsequent auf das gesetzt, was diese Uhr seit Jahrzehnten definiert – ein formvollendetes, alltagstaugliches Stück Swiss Made Uhrmacherei.



Technische Daten auf einen Blick
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Modell | Tissot Visodate 39mm (2026) |
| Referenzen | T157.407.11.051.00 (Schwarz/Stahl) · T157.407.11.031.00 (Blau/Stahl) · T157.407.11.031.00 (Silber/Leder) |
| Gehäuse | 316L Edelstahl, gebürstet mit polierten Akzenten |
| Durchmesser | 39 mm |
| Lug-to-Lug | 45 mm |
| Höhe | 10,45 mm |
| Anstoßbreite | 20 mm |
| Glas | Gewölbtes (box-shaped) Saphirglas, entspiegelt, vorne & hinten |
| Gehäuseboden | Sichtboden (Saphirglas) |
| Zifferblatt | Gewölbt, gebürstet – Blau, Schwarz oder Silber |
| Zeiger | Dauphine, poliert, Super-LumiNova® |
| Indizes | Angewandt, facettiert, poliert, mit Super-LumiNova® |
| Datumsanzeige | Gerahmtes Trapezfenster bei 3 Uhr |
| Werk | Tissot Powermatic 80, Automatik |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/h (3 Hz) |
| Rubine | 23 |
| Gangreserve | 80 Stunden |
| Spiralfeder | Nivachron™ (antimagnetisch) |
| Wasserdichtigkeit | 50 m (5 bar) |
| Armband (Blau/Schwarz) | Edelstahl Reiskornoptik, Faltschließe |
| Armband (Silber) | Braunes Leder, geprägtes Krokodilmuster, Dornschließe |
| Schnellwechsel | Ja, werkzeuglos |
| Preis | 795 € (Silber/Leder) · 875 € (Blau & Schwarz/Stahl) |
Design & Details: Vintage-DNA, zeitlose Ausführung
Was die neue Visodate sofort von modernen Alltagsuhren unterscheidet, ist die konsequente Verwendung des gewölbten Saphirglases – eines sogenannten Box Crystal. Dieses Design war in den 1950ern Standard, verschwand in der Quarzkrise fast vollständig und ist heute ein echtes Qualitätsmerkmal, das man im Sub-1000-Euro-Segment selten findet. Das Glas gibt der Visodate diese spezifische Tiefe, die flachgläsige Uhren dieser Preisklasse einfach nicht erreichen.
Das trapezförmige Datumsfenster bei 3 Uhr ist kein nachträglicher Einfall, sondern der Kern des Konzepts – gerahmt, mit einem leichten Innenwinkel versehen und bewusst betont. Der abgeschrägte innere Flansch mit Minuteneinteilung erinnert an klassische Dresswatches der Fünfziger und schafft eine klare visuelle Hierarchie. Die Dauphine-Zeiger sind poliert und tragen Super-LumiNova® – formell genug für das Business, ablesbar genug für die Nacht.
Nerd-Detail: Die angewandten, facettierten Stabindizes sind nicht aufgedruckt, sondern physisch aufgesetzt und poliert – ein Verarbeitungsmerkmal, das den Preisunterschied zu Einsteigermodellen mit Druck-Indizes sichtbar macht. Das Saphirglas ist beidseitig entspiegelt – vorne und am Sichtboden.
Tragekomfort: 39 mm, die passen
Mit 39 mm Durchmesser und nur 10,45 mm Bauhöhe ist die neue Visodate eine der schlanksten Automatikuhren in dieser Preisklasse. Auf einem durchschnittlichen Herrenhandgelenk (17–18 cm) liegt sie bündig und ohne Überstand – die 20 mm Anstoßbreite und das bogenförmige Reiskornarmband schmiegen sich an die Gehäseflanken an, ohne Spalt. Das macht sie zu einer echten Dress-to-Work-Uhr, die auch unter dem Hemdärmel nicht stört.



Das braune Lederarmband der Silber-Variante ist mit einem geprägten Krokodilmuster versehen und setzt einen klassischen, etwas dressy-eren Kontrapunkt zum Edelstahlgehäuse. Die Stahl-Varianten mit Reiskornband haben einen sportlicheren Auftritt – und alle drei profitieren vom werkzeuglosen Schnellwechselsystem, mit dem in Sekunden auf ein alternatives Armband gewechselt werden kann.
Werk: Powermatic 80 – der stille Perfektionist
Im Inneren der neuen Visodate arbeitet das Tissot Powermatic 80 – und das ist hier tatsächlich eine Ansage. Die 80 Stunden Gangreserve bedeuten im Alltag: Freitag Abend ablegen, Montag Morgen mit aufgezogener Uhr weitermachen. Für eine Uhr im 800-Euro-Segment ist das außergewöhnlich.

Die Nivachron™-Spiralfeder ist ein weiteres echtes Feature, kein Marketing: Das Titanlegierungs-Bauteil ist von Natur aus antimagnetisch und temperaturstabil – ohne zusätzliche Abschirmung, wie sie ältere Konstruktionen brauchen. Bei 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz) ist das Werk etwas langsamer als moderne Hochfrequenz-Kaliber, was aber der hohen Gangreserve zugute kommt. Der Saphirglas-Sichtboden macht das gesamte Rotor-Spiel sichtbar – für ein Automatikwerk in dieser Preisklasse ein angenehmes Extra.
Die drei Varianten im Vergleich
| Blau / Stahl | Schwarz / Stahl | Silber / Leder | |
|---|---|---|---|
| Zifferblatt | Dunkelblau, gebürstet | Schwarz, gebürstet | Silber, gebürstet |
| Armband | Edelstahl Reiskorn | Edelstahl Reiskorn | Braunes Lederband |
| Schließe | Faltschließe | Faltschließe | Dornschließe |
| Stimmung | Klassisch-elegant | Modern-sportlich | Dressy, vintage-nah |
| Preis | 875 € | 875 € | 795 € |
| Beste Wahl für | Büro & Freizeit | Allrounder | Business & Festlichkeiten |

Tissot Visodate 39mm vs. Konkurrenz: Was kriegt man für 875 €?
Die Visodate tritt in einem hartumkämpften Segment an – zwischen 700 und 1.000 Euro findet sich einiges. Hier der direkte Vergleich mit den stärksten Alternativen:
| Merkmal | Tissot Visodate 2026 | Hamilton Intra-Matic 38mm | Seiko Presage SPB259 |
|---|---|---|---|
| Werk | Powermatic 80, Automatik | ETA A31.L01, Automatik | 6R35, Automatik |
| Gangreserve | 80 Stunden | 80 Stunden | 70 Stunden |
| Antimagnetisch | Ja (Nivachron) | Nein | Nein |
| Gehäuse | 39 mm, 10,45 mm hoch | 38 mm, 10,2 mm hoch | 40,5 mm, 13,2 mm hoch |
| Glas | Box Saphir, beidseitig entspiegelt | Saphir, flach | Saphir, flach |
| Sichtboden | Ja | Ja | Ja |
| Wasserdicht | 50 m | 50 m | 100 m |
| Stil | Klassisch-vintage | Art-Deco | Japanisch-elegant |
| Preis | 795–875 € | ca. 850–950 € | ca. 800–900 € |
Die Tissot Visodate gewinnt das Duell vor allem durch das Box-Saphirglas und die Nivachron-Spiralfeder – zwei Merkmale, die in diesem Preissegment nicht selbstverständlich sind. Wer eine flachere Dressuhr mit Vintage-Flair sucht, liegt hier besser als bei der Seiko Presage.
Fazit: Tissotscher Pragmatismus auf hohem Niveau
Die neue Tissot Visodate 2026 ist kein Aufschrei. Sie ist kein Hype-Objekt. Sie ist eine handwerklich solide, historisch fundierte Alltagsuhr, die genau das liefert, was man von ihr erwartet – und in einem entscheidenden Punkt mehr: das Box-Saphirglas, das der Uhr eine visuelle Tiefe gibt, die im Sub-1000-Euro-Bereich ihresgleichen sucht. Wer eine unaufgeregte, elegante Automatikuhr für Büro und Freizeit sucht, wird hier fündig – und zahlt dafür unter 900 Euro.
Fazit zur Tissot Visodate 2026
✔️ Vorteile
- Klassisch-elegantes Design mit starker Anlehnung an historische Tissot-Modelle
- Sehr gute Ablesbarkeit durch klares, aufgeräumtes Zifferblatt
- Automatikwerk mit zuverlässiger Alltagstauglichkeit
- Saphirglas sorgt für hohe Kratzfestigkeit
- Vielseitig kombinierbar von Business bis Casual
- Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis im Dresswatch-Segment
❌ Nachteile
- Wasserdichtigkeit nur auf Alltag ausgelegt
- Design bewusst konservativ und wenig sportlich
- Werk technisch solide, aber ohne besondere Komplikationen
Uhren-Nerd Gesamtbewertung: 8,5 / 10
Häufige Fragen zur Tissot Visodate 2026
Was ist die Tissot Visodate?
Die Tissot Visodate ist eine klassische Schweizer Automatikuhr mit Datumsanzeige, die ursprünglich in den 1950er Jahren eingeführt wurde. Die 2026er Version erscheint in drei Zifferblattfarben (Blau, Schwarz, Silber) mit 39 mm Gehäuse und Powermatic-80-Werk.
Was kostet die neue Tissot Visodate 2026?
Die Tissot Visodate 2026 kostet je nach Variante 795 € (Silber mit Lederband) oder 875 € (Blau und Schwarz mit Edelstahlband). Sie ist direkt bei Tissot und im autorisierten Fachhandel erhältlich.
Welches Werk steckt in der Tissot Visodate 2026?
Die neue Visodate wird vom Tissot Powermatic 80 angetrieben – ein Schweizer Automatikwerk mit 80 Stunden Gangreserve, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und antimagnetischer Nivachron™-Spiralfeder.
Was bedeutet Nivachron bei Tissot?
Nivachron™ ist eine von der Swatch Group entwickelte Titanlegierung für Spiralfedern. Sie ist von Natur aus antimagnetisch und temperaturstabil – ohne zusätzlichen Weicheisenring. Das schützt die Ganggenauigkeit der Uhr im Alltag zuverlässig.
Was ist ein Box-Saphirglas?
Ein Box- oder dome-shaped Saphirglas ist gewölbt statt flach – ein Design, das in den 1950ern Standard war. Es gibt dem Zifferblatt optische Tiefe und verleiht der Uhr einen charakteristischen Vintage-Look. In der neuen Tissot Visodate ist es beidseitig entspiegelt.
Wie groß ist die Tissot Visodate 2026?
Die Tissot Visodate 2026 hat einen Gehäusedurchmesser von 39 mm, eine Gehäusehöhe von 10,45 mm und eine Anstoßbreite von 20 mm. Sie ist damit deutlich kleiner und flacher als der Vorgänger (42 mm / ca. 12 mm).
Ist die Tissot Visodate wasserdicht?
Die neue Tissot Visodate ist bis 50 Meter (5 bar) wasserdicht – ausreichend für alltägliche Wasserspritzer und Händewaschen, aber keine Sportuhr für den Einsatz im Schwimmbad oder Meer.
Welche Visodate-Variante würdet ihr wählen – das klassische Blau, das moderne Schwarz oder das elegante Silber mit Lederband? Schreibt es uns in die Kommentare!