Casio ist mehr als eine Uhrenmarke – es ist ein Stück globaler Popkultur. Gegründet 1946 in Tokio, produziert Casio heute einige der meistverkauften Armbanduhren der Welt: Die F-91W kostet weniger als eine Restaurantrechnung und läuft sieben Jahre ohne Batteriewechsel. Die G-Shock überlebt Stürze aus zehn Metern Höhe. Und der CasiOak sieht aus wie eine Audemars Piguet – für 80 Euro. Dieser Guide ist der umfassendste deutsche Casio-Ratgeber: Geschichte, alle Serien, Technologien, berühmte Träger und eine ehrliche Kaufberatung für jedes Budget.
✍️ Zuletzt aktualisiert: März 2026 | 📖 Lesedauer: ca. 12 Minuten | 🏷️ Kategorie: Uhrenhersteller
1. Casio auf einen Blick – Zahlen & Fakten
Bevor wir tief in die Geschichte eintauchen: Hier sind die wichtigsten Eckdaten zu Casio als Unternehmen – verdichtet und zitierfähig.
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Casio Computer Co., Ltd. |
| Gründungsjahr | 1946 (als Kashio Seisakujo) |
| Hauptsitz | Shibuya, Tokio, Japan |
| Börsennotierung | Tokio Stock Exchange (6952.T) |
| Jahresumsatz (2026) | ca. 1,57 Milliarden Euro |
| Mitarbeiter weltweit | ca. 11.193 (Stand: März 2026) |
| Uhren-Segmentumsatz (Prognose) | 176 Mrd. Yen / op. Marge: 14,2 % |
| Weltmarktanteil Uhren | ca. 2,6 % (Umsatzbasis) |
| Wichtigste Uhrenlinien | G-Shock, F-91W, Edifice, Pro Trek, Vintage, Baby-G |
| Preisrange | ca. 10 € – 1.500 € |
| Produktionsstätten | Japan (Premium-Linien), Asien |
2. Die Geschichte von Casio – Vom Taschenrechner zur Kultuhr
Die Gründerjahre: Vier Brüder, eine Vision (1946–1960)
Im April 1946 gründeten die vier Kashio-Brüder – Tadao, Toshio, Kazuo und Yukio – in Tokio die „Kashio Seisakujo“. Japan lag nach dem Zweiten Weltkrieg wirtschaftlich am Boden, doch die Brüder erkannten eine Chance: Die Nachfrage nach mechanischen Hilfsmitteln für Büro und Handel war enorm. Tadao übernahm Finanzen und Management, Toshio verantwortete Forschung und Entwicklung, Kazuo kümmerte sich um den Vertrieb, Yukio um die Produktion – ein perfekt austariertes Gründerteam, das bis heute die DNA von Casio prägt.
1954 präsentierte Casio den ersten rein elektrisch betriebenen Taschenrechner Japans – ein Durchbruch, der dem Unternehmen internationales Ansehen verschaffte. Mit der Umbenennung in Casio Computer Co., Ltd. im Jahr 1957 signalisierte das Unternehmen seinen Anspruch: technologische Führerschaft. Schon früh verstand Casio sich nicht nur als Hersteller, sondern als Erfinder.
Der Sprung in die Uhrenindustrie (1974–1984)
Als der Taschenrechnermarkt zu Beginn der 1970er Jahre gesättigt war, wagte Casio den Sprung in ein völlig neues Feld. 1974 stellte das Unternehmen die Casiotron vor – eine der ersten digitalen LCD-Armbanduhren der Welt mit vollautomatischem Kalender. Während die Schweizer Uhrenindustrie mit der Quartz-Krise kämpfte, positionierte sich Casio als günstige, funktionale Alternative zu mechanischen Zeitmessern.
Die frühen 1980er Jahre waren die vielleicht wichtigste Dekade der Casio-Uhrengeschichte. 1981 gründete Ingenieur Kikuo Ibe ein kleines Dreimann-Projektteam mit einer radikalen Vision: eine Uhr, die absolut unzerstörbar ist. Das „Triple-10-Konzept“ war Leitbild – 10 Meter Sturzfestigkeit, 10 Bar Wasserdichtigkeit, 10 Jahre Batterielaufzeit. Nach drei Jahren Entwicklung und über 200 gescheiterten Prototypen folgte 1983 der Durchbruch: die erste G-Shock.
Kultstatus und globale Expansion (1985–2010)
Mit der F-91W (1989) schuf Casio die vielleicht demokratischste Uhr der Geschichte: schlicht, leicht, günstig – und trotzdem zuverlässig auf Jahrzehnte. Während die G-Shock zunächst als Nischenprodukt für Militär und Sport galt, entdeckten in den 1990ern Streetwear-Kultur und Hip-Hop die Marke für sich. Run-D.M.C., Eminem, und später ganze Skateboard-Generationen trugen G-Shocks – Casio war plötzlich Lifestyle. In den 2000ern folgten weitere Innovationen: GPS-Uhren (1999), Solar-Technologie, Funkzeitempfang und erste Bluetooth-Modelle.
Die Moderne: Kollaborationen, Smartwatches & Nachhaltigkeit (2010–heute)
Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts etablierte sich die GA-2100 „CasiOak“ als neues Icon – ihr achteckiges Gehäuse erinnert an die Audemars Piguet Royal Oak und löste einen regelrechten Hype aus. Limitierte Kollaborationen mit Brands wie Undefeated, Barbie und Anime-Franchises machen G-Shock zur Sammleruhr mit Community. Gleichzeitig setzt Casio auf Nachhaltigkeit: Die 2025er Pro-Trek-Jubiläumsmodelle nutzen biobasiertes Kunstharz aus nachwachsenden Rohstoffen.
3. Casio Timeline – Alle Meilensteine von 1946 bis 2026
Von der Gründung durch vier Brüder bis zur Jubiläums-G-Shock: Diese Timeline zeigt alle wichtigen Stationen der Casio-Unternehmensgeschichte.
1946 – Gründung
Tadao Kashio und seine drei Brüder Toshio, Kazuo und Yukio gründen die „Kashio Seisakujo“ in Tokio. Jeder Bruder bringt spezifische Stärken ein. Das Unternehmen beginnt mit der Fertigung elektronisch-mechanischer Bauteile.
1954 – Erster Taschenrechner
Casio präsentiert den ersten rein elektrisch betriebenen Taschenrechner Japans (Modell 14-A). Keine Handkurbel mehr – ein Quantensprung für Büros und Handel weltweit.
1957 – Umbenennung & Börsengang
Umbenennung in Casio Computer Co., Ltd. und Beginn der industriellen Serienproduktion von Rechenmaschinen. Das Unternehmen wird als Technologiebetrieb international wahrgenommen.
1974 – Casiotron: Der erste Schritt in die Uhrenbranche
Mit der Casiotron bringt Casio eine der ersten digitalen LCD-Armbanduhren mit vollautomatischem Kalender auf den Markt. Während Schweizer Marken mit der Quarzkrise kämpfen, positioniert sich Casio als günstiger Innovator.
1981 – Start der G-Shock-Entwicklung
Ingenieur Kikuo Ibe gründet ein Dreimann-Projektteam mit der Mission: die unzerstörbare Uhr. Das Triple-10-Konzept wird Leitbild: 10 m Sturzfest, 10 Bar wasserdicht, 10 Jahre Batterie. Es folgen drei Jahre mit über 200 gescheiterten Prototypen.
1983 – Launch der G-Shock DW-5000C
Die erste G-Shock kommt auf den Markt und wird zum Meilenstein der Uhrengeschichte. In den USA und Japan sofort ausverkauft. Kikuo Ibes patentiertes Hollow-Case-Structure-Design – ein schwebender Innenkern im stoßabsorbierenden Außengehäuse – revolutioniert den Sportuhrenbau.
1984 – Casio-Synthesizer CZ-101
Casio betritt den Musikmarkt mit dem bezahlbaren Synthesizer CZ-101 und beweist abermals: Das Unternehmen denkt nicht in Kategorien, sondern in Problemen und Lösungen.
1989 – Casio F-91W: Die demokratischste Uhr der Welt
Die Casio F-91W kommt auf den Markt: 21 Gramm leicht, 8,5 mm dünn, 7 Jahre Batterie, ca. 20 Euro Preis. Sie wird zu einer der meistverkauften Armbanduhren aller Zeiten und wird bis heute unverändert produziert. Ihre Einfachheit ist ihr Markenzeichen.
1994 – Start der Pro Trek-Serie
Casio bringt die Pro Trek-Linie für ernsthafte Outdoor-Aktivitäten auf den Markt: Triple-Sensor mit Kompass, Barometer und Höhenmesser – damals eine Weltneuheit in einer Armbanduhr. Bergsteiger und Expeditionsteilnehmer werden zur neuen Kernzielgruppe.
1999 – Weltweit erste GPS-Armbanduhr
Casio stellt eine der ersten GPS-Armbanduhren der Welt vor. Was heute selbstverständlich wirkt, war damals ein technologischer Quantensprung – und legte die Basis für alle späteren Smart- und Outdoor-Watch-Entwicklungen.
2001 – Erste Bluetooth-Uhr
Casio entwickelt eine der ersten Armbanduhren mit Bluetooth-Konnektivität und legt den Grundstein für spätere Smartwatch-Linien wie Pro Trek Smart und G-Shock Move.
2019 – CasiOak-Hype: GA-2100 erschüttert den Markt
Die G-Shock GA-2100 erscheint mit achteckiger Lünette, die an die Audemars Piguet Royal Oak erinnert. Die Community tauft sie spontan „CasiOak“ – ein Name, der sich weltweit durchsetzt. Das schlanke Profil und das cleane Design begeistern auch Nicht-G-Shock-Fans.
2025 – G-Shock 40 Jahre & Pro Trek 30 Jahre Jubiläum
G-Shock feiert 40 Jahre Stoßresistenz – Casio stellt die futuristische GA-V01 (Paris Fashion Week FW 25/26) vor. Parallel feiert Pro Trek sein 30-jähriges Jubiläum mit Sondermodellen aus biobasiertem Kunstharz (PRW-61ANS-3, PRG-340ANS-3). Neue Manga-Design-Kollaborationen für DW-5600 und DW-6900 werden geleakt.
2026 – Solide Basis, starkes Uhrengeschäft
Casio erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 1,57 Mrd. Euro mit rund 11.193 Mitarbeitern weltweit. Das Uhrengeschäft ist das profitabelste Segment mit einer operativen Marge von 14,2 %. Trotz US-Zoll-Belastungen bleibt Casio einer der meistverkauften Uhrenhersteller der Welt.
4. Alle Casio-Serien im Detail
4.1 Casio F-91W – Die meistverkaufte Uhr der Welt
Die Casio F-91W ist seit ihrer Einführung 1989 nahezu unverändert geblieben – und genau das ist ihr Geheimnis. In einer Welt, die nach ständiger Innovation schreit, ist die F-91W das stille Gegenmodell: 21 Gramm leicht, 8,5 mm dünn, mit einer Ganggenauigkeit von ±30 Sekunden pro Monat. Sie kostet heute noch weniger als bei ihrer Einführung – und das macht sie zur wohl demokratischsten Uhr, die je gebaut wurde.
Ihre Batterielaufzeit von rund 7 Jahren (CR2016-Knopfzelle) ist eine Ansage an alle Smartwatch-Hersteller, die täglich aufgeladen werden müssen. Das Displaylicht per Knopfdruck, der integrierte Alarm, die Stoppuhr und der automatische Kalender decken alles ab, was der Alltag braucht. Kein Schnickschnack – nur Funktion. Die Kehrseite: Der Kunststoff kratzt leicht, das Synthetikarband atmet nicht besonders gut, und die Beleuchtung ist nur mäßig hell.
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Gehäusematerial | Resin (Kunstharz) |
| Gehäusebreite × Länge | 33,2 × 38,2 mm |
| Gehäusehöhe | 8,5 mm |
| Gewicht | 21 g (inkl. Armband) |
| Uhrwerk | Quarz-Digitalkaliber |
| Ganggenauigkeit | ±30 Sekunden pro Monat |
| Batterie & Laufzeit | CR2016, ca. 7 Jahre |
| Wasserdichtigkeit | 30 m / 3 ATM (Spritzwasser) |
| Glas | Mineralglas |
| Funktionen | Stoppuhr, Alarm, Displaybeleuchtung, Kalender |
| Preis (UVP / Straßenpreis) | ca. 22 € / ab ca. 11 € (Idealo, März 2026) |
✅ uhren-nerd.de Fazit: Die F-91W ist kein Kompromiss – sie ist eine Haltung. Für 20 Euro bekommst du eine Uhr, die Präsidenten, Schüler und Uhrennerds gleichermaßen tragen. Wer das Minimalismus-Prinzip liebt und keine Smart-Features braucht, findet hier die perfekte Uhr.
4.2 Casio G-Shock – 40 Jahre Unzerstörbarkeit
Die Geschichte der G-Shock ist eine der romantischsten der Uhrenbranche: Ingenieur Kikuo Ibe verlor 1981 seine Lieblingsuhr beim Sturz vom Handgelenk und schwor, eine Uhr zu entwickeln, die so etwas nicht passieren kann. Sein Dreimann-Team arbeitete drei Jahre lang – oft nach Dienstschluss, im Eigeninitiative-Modus – und testete über 200 Prototypen. Der entscheidende Durchbruch war die Hollow-Case-Structure: Das eigentliche Uhrwerk schwebt in einem stoßabsorbierenden Innengehäuse, das wiederum von einem Außengehäuse aus hartem Resin umgeben ist. Äußere Gewalt wird so nie direkt ans Werk weitergeleitet.
1983 rollte die G-Shock DW-5000C in die Läden – und war zunächst kein sofortiger Hit. Erst als US-amerikanische Soldaten und Surfer die Uhr für sich entdeckten, startete der globale Siegeszug. Heute gibt es G-Shock in über 100 Ländern, mit Preisen von rund 80 Euro (DW-5600) bis über 1.500 Euro für die MRG-Linie aus japanischem Titan und Saphirglas. Die G-Shock ist die seltene Marke, die sowohl im Baumarkt als auch auf Streetwear-Messen zuhause ist.
Die wichtigsten G-Shock-Modelle auf einen Blick:
| Modell | Besonderheit | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| DW-5600 | Ikonisches quadratisches Display, 80er-Retro-Look, ideal als G-Shock-Einstieg | 80–120 € |
| GA-2100 „CasiOak“ | Achteckige Lünette (AP-Anlehnung), schlank (11,8 mm), analoges + digitales Display | 80–130 € |
| GA-100 / GA-110 | Großes Zifferblatt, Analog-Digital, beliebt bei Sportlern und Handwerkern | 80–150 € |
| GW-B5600 | Klassisches 5600-Design mit Solar + Bluetooth-Zeitabgleich via Smartphone | 150–200 € |
| G-Steel GST-B400 | Edelstahlgehäuse, Solar, Bluetooth – für Business-Träger mit G-Shock-DNA | 200–350 € |
| MRG-B2100 | Titan-Gehäuse, Saphirglas, Zaratsu-Politur – Premium „Made in Japan“ | 1.000–1.500 € |
✅ uhren-nerd.de Fazit: Für den G-Shock-Einstieg empfehlen wir die DW-5600 (~80 €): zeitlos, leicht, günstig. Wer Style und Technologie kombinieren will, greift zum CasiOak GA-2100. Das Premium-Segment bedient die MRG-B2100 – eine echte Sammlerkaliber für unter 1.500 Euro.
4.3 Casio G-Shock GA-2100 „CasiOak“ – Der demokratische Royal Oak
Wer die Audemars Piguet Royal Oak kennt (Einstiegspreis: rund 30.000 Euro), wird beim ersten Blick auf die Casio G-Shock GA-2100 unweigerlich schmunzeln. Die Gemeinsamkeit ist unübersehbar: achteckige Lünette mit Schrauben-Applikation, integriertes Armband, cleanes Zifferblatt. Die Uhren-Community taufte das Casio-Modell kurzerhand „CasiOak“ – ein Begriff, der sich heute sogar in der Fachpresse etabliert hat.
Der CasiOak ist dabei alles andere als eine billige Kopie. Die GA-2100 misst lediglich 11,8 mm in der Bauhöhe – für eine G-Shock außergewöhnlich schlank – und kombiniert analoges Zeigerdisplay mit digitalem Hintergrunddisplay. Mit Solarenergie, Carbon-Core-Gehäuse-Option (GA-2100SKE) und unzähligen Farbkollaborationen ist sie heute Casios meistgefragtes Einzelmodell. Limitierte Varianten sind regelmäßig ausverkauft.
4.4 Casio Vintage Collection – Retro-Kult für Designliebhaber
Die Casio Vintage Collection hat sich in den letzten Jahren von einer Nostalgie-Linie zu einem echten Lifestyle-Statement entwickelt. Modelle wie die A158W (goldenes Gliederarmband, 40 €) oder die A168WG kombinieren das ikonische 90er-Design mit modernen Herstellungsprozessen. Das Gold-toned Metallgehäuse, das segmentierte LED-Display und die Plexiglas-Optik versetzen Träger sofort in die Ära von Gameboys und SNES zurück.
Casio nutzt die Vintage-Linie auch für Kollaborationen mit der Fashionwelt: Modehäuser und Independent-Brands haben das schlichte Retro-Design als leere Leinwand entdeckt. Influencer und Streetstyle-Fotografen auf Instagram und TikTok haben die A158W-Varianten zuletzt stark in den Fokus gerückt – eine Uhr für rund 40 Euro, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht als so manche Premium-Uhr.
4.5 Casio Edifice – Sportlicher Business-Stil mit Technologie
Die Edifice-Linie ist Casios Antwort auf die Frage: „Was trägt man im Meetingroom und auf der Rennstrecke?“ Mit Edelstahlgehäusen, analogem Zifferblatt, Solarenergie, Bluetooth-Zeitabgleich und bis zu 10 ATM Wasserdichtigkeit kombiniert Edifice Business-Ästhetik mit technischer Substanz. Offizieller Markenbotschafter ist Tennisstar Novak Djokovic, der das Konzept „Precision & Performance“ glaubwürdig verkörpert.
Besonders die ECB-Series (Bluetooth) und die EFS-Series (Solar-Funk) gehören zu den besten Preis-Leistungs-Sportuhren im Bereich 150–400 Euro. Wer eine Uhr sucht, die auf einer Geschäftsreise genauso funktioniert wie beim Sonntags-Joggen, trifft mit Edifice eine sehr gute Wahl.
4.6 Casio Pro Trek – Der Outdoor-Spezialist
Wenn du eine Uhr brauchst, die auf einem Dreitausender genauso zuverlässig funktioniert wie im Tiefschnee oder im tropischen Regenwald, ist die Casio Pro Trek gesetzt. Der Triple-Sensor misst Luftdruck, Höhe (±5m Genauigkeit), Himmelsrichtung (±1°) und Temperatur (-10 °C bis +60 °C). Solar-Charging sorgt dafür, dass die Batterie auf einer mehrwöchigen Expedition nie leer wird. Multi-Band-6-Funkzeitempfang garantiert atomuhrgenaue Zeit auf allen Kontinenten.
Zum 30-jährigen Jubiläum der Pro-Trek-Linie stellte Casio 2025 die Sondermodelle PRW-61ANS-3 und PRG-340ANS-3 aus biobasiertem Kunstharz vor – ein klares Signal in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Die Pro Trek ist damit nicht nur funktional das Nonplusultra für Outdooraktivisten, sondern auch ökologisch verantwortungsvoll.
| Funktion | Details |
|---|---|
| Triple Sensor | Höhenmesser, Barometer, Digitaler Kompass, Thermometer |
| Temperaturresistenz | -10 °C bis +60 °C |
| Energiequelle | Tough Solar (keine Batteriekosten) |
| Zeitempfang | Multi-Band-6-Funkzeitempfang (Europa, USA, Japan, CN) |
| Wasserdichtigkeit | 100 m / 10 ATM |
| Weitere Features | Weltzeit, Chronograph, Countdown, Mondphase (Ausgewählte Modelle) |
| Preis | ca. 250 – 700 € |
5. Casio Technologien erklärt – Was steckt in deiner Uhr?
Casio kommuniziert viele Technologien mit eigenen Markennamen. Hier ist der Überblick, was die wichtigsten Begriffe wirklich bedeuten:
| Technologie | Bedeutung | Genutzt in |
|---|---|---|
| Tough Solar | Solar-Lade-System, das auch bei schwachem Kunstlicht lädt. Keine Batterie nötig. | G-Shock, Pro Trek, Edifice |
| Multi-Band 6 | Funkzeitempfang über 6 Atomzeitsender weltweit – automatisch korrekte Zeit ohne manuelle Einstellung. | Pro Trek, G-Shock Wave Ceptor |
| Triple Sensor | Kombinierter Sensor für Höhenmessung, Barometerdruck, Kompass und Thermometer. | Pro Trek |
| Hollow Case Structure | Patentiertes G-Shock-Prinzip: Das Uhrwerk schwebt stoßfrei im Innengehäuse, Außengehäuse absorbiert Stöße. | G-Shock (alle Modelle) |
| Carbon Core Guard | Inneres Gehäuse aus Carbonfaser-verstärktem Harz: leichter und widerstandsfähiger als Standard-Resin. | GA-2100, GA-900 u. a. |
| Bluetooth Connected | Kopplung mit Smartphone-App: automatische Zeitkorrektur, Weltzeit, Alarm-Verwaltung, Suche. | G-Shock Move, Edifice |
| MIL-STD-810 | US-Militärstandard für Umgebungsbeständigkeit: Hitze, Kälte, Vibration, Sturz – die härteste zivile Zertifizierung. | G-Shock, Pro Trek Smart |
6. Berühmte Träger von Casio Uhren – Von Präsidenten bis Popstars
Casio-Uhren sind das Gegenprogramm zu Statusuhren – und genau das macht sie zu einem Statement. Diese Prominenten haben Casio bewusst (oder unbewusst) zum Style-Accessoire gemacht:
- Bill Clinton – Der 42. US-Präsident trug während seiner Amtszeit eine schlichte Casio Digitaluhr und sorgte damit für mehr Schlagzeilen als manche seiner Reden. Politische Demut an der Handgelenk – oder einfach guter Geschmack?
- Jennifer Aniston – Die Friends-Ikone wurde mehrfach mit einer G-Shock fotografiert. In einer Branche, in der Hollywoodstars für Luxusuhren bezahlt werden, ist das ein echter Freiheitsbeweis.
- Novak Djokovic – Offizieller Casio-Markenbotschafter für die Edifice-Linie. Der 24-fache Grand-Slam-Sieger trägt Casio bei öffentlichen Auftritten und Werbemotiven und verkörpert das Casio-Credo: Präzision trifft Performance.
- David Coulthard – Der ehemalige Formel-1-Fahrer war Markenbotschafter der G-Shock-Linie. Motorsport und robuste Zeitmessung – eine Kombination, die perfekter nicht sein könnte.
- Keanu Reeves – Der John Wick-Star wurde mehrfach mit günstigen Casio-Modellen gesichtet und gilt als Casio-Fan. Klassische Bodenständigkeit trotz A-List-Status.
- Militär & Sondereinsatzkräfte weltweit – G-Shock-Modelle (insb. DW-6900) sind bei Soldaten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften auf allen Kontinenten verbreitet. Die Uhr, die Institutionen vertrauen, ist günstig und unzerstörbar.
7. Sammlerwert & Investment – Lohnt sich Casio als Anlage?
Casio ist keine Uhrenmarke, die man primär als Investitionsobjekt kauft – und das ist eigentlich ihr größter Vorteil: Du kannst einfach eine Uhr kaufen, weil du sie magst. Dennoch gibt es auf dem Sammlermarkt interessante Dynamiken:
Limitierte G-Shocks
Kollaborations-Editionen und limitierte Auflagen erzielen auf dem Sekundärmarkt regelmäßig das Zwei- bis Dreifache des Originalpreises. Ausverkaufte Manga-Kollektionen aus Japan, Streetwear-Kooperationen (z.B. mit Undefeated) oder regionale Exclusiv-Editionen werden auf Plattformen wie Yahoo Auctions Japan und eBay teils für 300–600 € gehandelt – bei einem Originalpreis von 120–180 €.
Die erste G-Shock (DW-5000C, 1983)
Gut erhaltene Exemplare der ersten G-Shock-Generation erzielen bei Auktionen teils vierstellige Beträge. Ein NOS-Exemplar (New Old Stock) in OVP kann je nach Zustand 800–2.000 € einbringen. Wer in der Vintage-G-Shock-Szene aktiv ist, weiß: Auch originale Boxen und Papiere steigern den Wert erheblich.
Casio Vintage: A158W und F-91W
Hier ist der Markt entspannter – diese Uhren werden ja noch produziert. Allerdings: Bestimmte Farbvarianten oder Jahrgangs-spezifische Ausführungen der F-91W (z.B. spezielle Displays oder Schrifttypen aus den frühen 1990ern) sind unter Sammlern gefragt. Der Markt ist klein, aber lebendig.
⚠️ uhren-nerd.de Tipp: Kaufe Casio-Uhren, weil du sie liebst – nicht als primäre Geldanlage. Für Investment-Uhren im Einstiegsbereich sind Tudor oder Seiko Prospex die interessanteren Kategorien. Limitierte G-Shocks jedoch sollte man im Auge behalten: Schnell kaufen, im OVP behalten – und in 10 Jahren schauen, was passiert ist.
8. Kaufberatung 2026 – Welche Casio passt zu dir?
Casio hat für buchstäblich jedes Budget und jeden Lebensstil das richtige Modell. Diese Matrix hilft dir bei der Entscheidung:
| Du bist / willst… | Empfohlene Serie | Einstiegsmodell | Budget |
|---|---|---|---|
| Minimalist / Alltagsträger | Casio Collection F-91W | F-91W-1 | ~20 € |
| Retro-Fan / 90s-Lover | Casio Vintage Collection | A158W-1 oder A168WG | 35–55 € |
| G-Shock Einsteiger / Tough-Watch-Fan | G-Shock DW-5600 | DW-5600E-1 | 80–100 € |
| Style-Bewusst / Streetwear | G-Shock GA-2100 „CasiOak“ | GA-2100-1A1ER | 85–130 € |
| Business-Träger / Sportler | Casio Edifice (Solar/BT) | EFS-S590D oder ECB-S100 | 150–300 € |
| Wanderer / Bergsteiger / Outdoor | Casio Pro Trek | PRW-3500Y oder PRW-50 | 250–500 € |
| Sammler / Premium-Anspruch | G-Shock MR-G / MRG-B2100 | MRG-B2100B-1A | 1.000–1.500 € |
💡 uhren-nerd.de Geheimtipp: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im gesamten Casio-Sortiment bietet der G-Shock GW-B5600 (~160 €): Solar, Bluetooth, Multi-Band-6-Funk, ikonisches Design – alles drin, was eine moderne Alltagsuhr braucht. Eine Empfehlung ohne Wenn und Aber.
9. FAQ – Die häufigsten Fragen zu Casio Uhren
❓ Wann wurde Casio gegründet und wer steckt dahinter?
Casio wurde im April 1946 von den vier Kashio-Brüdern Tadao, Toshio, Kazuo und Yukio in Tokio als „Kashio Seisakujo“ gegründet. 1957 erfolgte die Umbenennung in Casio Computer Co., Ltd. Heute ist Casio ein börsennotierter Konzern mit rund 11.193 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von ca. 1,57 Mrd. Euro.
❓ Was ist die meistverkaufte Casio Uhr?
Die Casio F-91W gilt als eine der meistverkauften Armbanduhren der Welt. Sie wird seit 1989 unverändert produziert, wiegt nur 21 Gramm, ist 8,5 mm dünn und kostet ca. 20–25 Euro. Mit einer Batterielaufzeit von 7 Jahren und einem Gehäuse aus Resin ist sie das Paradebeispiel für japanische Funktionsphilosophie.
❓ Was bedeutet G-Shock und wer hat es erfunden?
G-Shock steht für „Gravitational Shock“ und wurde von Casio-Ingenieur Kikuo Ibe entwickelt, nachdem er 1981 seine Lieblingsuhr beim Sturz verloren hatte. Das „Triple-10-Konzept“ war die Blaupause: 10 Meter Sturzfestigkeit, 10 Bar Wasserdichtigkeit, 10 Jahre Batterie. Nach über 200 Prototypen erschien 1983 die erste G-Shock (DW-5000C) – bis heute Casios ikonischste Produktlinie.
❓ Was ist der „CasiOak“ und warum heißt er so?
CasiOak ist der Spitzname für die Casio G-Shock GA-2100, deren achteckige Lünette an die berühmte Audemars Piguet Royal Oak (Neupreis: ca. 30.000 €+) erinnert. Der Name entstand 2019 in der internationalen Uhren-Community und ist heute weltbekannt. Trotz der Design-Ähnlichkeit ist die GA-2100 eine vollwertige G-Shock mit Carbon-Core-Technologie, nur 11,8 mm Bauhöhe und einem Preis von ca. 80–130 €.
❓ Sind Casio Uhren wasserdicht?
Die meisten Casio Uhren sind mindestens 30 Meter (3 ATM) wasserdicht – ausreichend für Spritzwasser und kurzes Untertauchen. G-Shock-Modelle erreichen standardmäßig 200 Meter (20 ATM). Pro Trek-Modelle sind auf 100 Meter (10 ATM) ausgelegt. Taucheruhren (z.B. G-Shock Frogman) erreichen 200 Meter mit ISO-6425-Zertifizierung.
❓ Wie viel Umsatz macht Casio mit Uhren?
Casio erzielte zuletzt einen Gesamtumsatz von rund 1,57 Milliarden Euro (Stand März 2026). Das Uhrengeschäft ist das profitabelste Segment: Mit einem prognostizierten Umsatz von 176 Mrd. Yen und einer operativen Marge von 14,2 % übertrifft es klar die anderen Segmente (EdTech, Sound). Casio beschäftigt weltweit rund 11.193 Mitarbeiter.
❓ Steigen Casio Uhren im Wert?
Ja – aber gezielt. Limitierte G-Shock-Kollaborationen (z.B. Streetwear-Brands, Anime-Editionen) können auf dem Sekundärmarkt das 2–3-fache des Originalpreises erzielen. Die erste G-Shock DW-5000C (1983) erzielt bei Auktionen bis zu 2.000 €. Standardmodelle wie die F-91W behalten ihren Kultstatus, steigen aber kaum im monetären Wert. Casio ist kein klassisches Investment-Objekt – wer auf Wertanlage aus ist, schaut besser bei Rolex, Patek Philippe oder Tudor.
❓ Wo werden Casio Uhren hergestellt?
Casio ist ein japanisches Unternehmen mit Hauptsitz in Shibuya, Tokio. Die Produktion der meisten Modelle findet in Japan und anderen asiatischen Ländern statt. Premium-Modelle der MR-G-Linie (z.B. MRG-B2100) werden vollständig in Japan von Hand gefertigt und tragen das Signet „Made in Japan“ – ein Qualitätsmerkmal, das bei G-Shock-Sammlern höchste Wertschätzung genießt.