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Squale


Squale – Die Marke auf einen Blick

Squale ist eine Schweizer Uhrenmarke mit einer der faszinierendsten Ursprungsgeschichten in der Welt der Taucheruhren. Gegründet in den Nachkriegsjahren in Neuchâtel und heute im Kanton Tessin beheimatet, ist Squale eine der wenigen Marken, die sich seit ihrer Gründung ausschließlich auf Taucheruhren spezialisiert hat – kompromisslos, mit handwerklicher Präzision und einem tief verwurzelten Bezug zur Unterwasserwelt.

Was Squale von anderen Marken abhebt, ist die einzigartige Kombination aus Schweizer Ingenieurskunst und italienischer Leidenschaft. Die Uhren werden im Tessin von Hand gefertigt – einem Grenzland zwischen zwei Kulturen, das die DNA der Marke bis heute prägt. Squale baut seine Reputation still und beständig auf: durch technische Exzellenz, faire Preise und echte Glaubwürdigkeit in der Tauchgemeinschaft.

Merkmal Detail
Gründungsjahr 1946 (als Von Büren SA) / 1959 (Marke Squale patentiert)
Gründer Charles und Helene Von Büren
Heutiger CEO Andrea Maggi
Firmensitz Kanton Tessin, Schweiz
Herkunft des Namens Lateinisch Squalus = Hai
Spezialisierung Ausschließlich Taucheruhren (Diver’s Watches)
Zertifizierung Swiss Made
Militärlieferant Marina Militare (Italienische Marine), Folgore-Brigade
Preissegment ca. 500 – 1.500 EUR

Geschichte & Ursprung

Gründung durch Charles von Büren (1946–1959)

Die Geschichte von Squale beginnt im Jahr 1946, als Charles und Helene Von Büren in Neuchâtel, Schweiz, die Von Büren SA gründeten. Das Unternehmen startete als Zulieferer für wasserdichte Gehäuse und Uhrenkomponenten für andere Schweizer Marken – ein in dieser Form damals noch kaum erschlossenes Nischengeschäft. Charles von Büren erkannte früh das Potenzial des aufkommenden Tauchsports und begann, Gehäuse speziell für den Unterwassereinsatz zu entwickeln.

Der entscheidende Schritt folgte im Jahr 1959: Von Büren SA ließ die Marke Squale offiziell registrieren und erhielt zeitgleich das erste Patent für die Herstellung von Taucheruhrengehäusen. Der Name leitet sich vom Lateinischen Squalus ab – der Hai – und verweist symbolisch auf die Welt der Tiefsee, in der diese Uhren ihren Dienst tun sollten.


Offizieller Lieferant der italienischen Marine

Die technische Glaubwürdigkeit von Squale wurde durch prestigeträchtige Militäraufträge zementiert. Squale wurde offizieller Lieferant der Marina Militare (Italienische Marine) sowie der Fallschirmjägerbrigade „Folgore“ – einer der renommiertesten Eliteeinheiten des italienischen Militärs. Für Taucheruhren gibt es kaum einen härteren Praxistest als den Dienst bei Kampftauchern und Sondereinsatzkräften.

Diese militärische Verbindung erklärt auch das besondere Verhältnis zwischen der Schweizer Marke und der italienischen Taucherkultur. Der Tauchsport, insbesondere das Speerfischen (Pesca subacquea), hatte in Italien ab den 1950er Jahren eine gesellschaftliche Bedeutung, die weit über Freizeitgestaltung hinausging. Squale war mit seinen robusten, leistbaren Taucheruhren in diesem Milieu präzise positioniert – als Werkzeug, nicht als Schmuck.


Übernahme durch Andrea Maggi

In den späten 1990er Jahren erwarb Andrea Maggi die Marke Squale – mit dem ausdrücklichen Segen der Familie Von Büren. Maggis Familie war zuvor als Generalimporteur der Von Büren/Squale-Uhren in Italien tätig gewesen und hatte über Jahrzehnte eine enge persönliche Beziehung zur Gründerfamilie aufgebaut. Monique Von Büren, Tochter des Gründers, ist bis heute als Zeitzeugin und Markenbotschafterin aktiv.

Andrea Maggi führt die Marke als familiengeführtes, konzernunabhängiges Unternehmen weiter – mit dem klaren Fokus auf authentische Taucheruhren mit dem Squale-typischen „Italian touch“. In Interviews beschreibt Maggi diesen kulturellen Einfluss als das prägende Element, das Squale von rein rational ausgerichteten Schweizer Tool-Watch-Marken unterscheidet.


Meilensteine im Überblick

  • 1946 – Gründung der Von Büren SA in Neuchâtel, Schweiz
  • 1959 – Offizieller Registrierung der Marke Squale; erstes Patent für Taucheruhrengehäuse
  • 1960er Jahre – Erstes eigenständiges Squale-Modell (später bekannt als Modell 2002); Start der Gehäuseproduktion für andere Marken mit Hai-Signatur
  • 1970er Jahre – Lieferant der Marina Militare und der Fallschirmjägerbrigade Folgore
  • 1990er Jahre – Übernahme durch Andrea Maggi; Verlegung der Produktion in den Kanton Tessin
  • 2019 – Lancierung der Sub-39 als limitiertes Jubiläumsmodell zum 60. Geburtstag der Marke
  • Heute – Aktives Lineup mit 2002, 1521, 1545 und Sub-39; weltweiter Vertrieb über autorisierte Händler

Die Manufaktur im Tessin

Squale-Uhren werden im Kanton Tessin, dem italienischsprachigen Teil der Schweiz, von erfahrenen Uhrmachern von Hand zusammengebaut. Jede Uhr durchläuft vor der Auslieferung strenge Qualitätskontrollen, die die Wasserdichtigkeit unter simulierten Druckbedingungen verifizieren. Das Swiss Made-Label ist dabei mehr als ein Herkunftsmerkmal – es ist Ausdruck eines konsequent umgesetzten Qualitätsanspruchs.

Der Standort Tessin verbindet die Präzision und handwerkliche Tradition der Schweizer Uhrmacherei mit der Lebendigkeit und Designsensibilität der italienischen Kultur. Genau diese Doppelnatur macht Squale zu einer Marke, die bei Kennern weltweit Respekt genießt – und die man am treffendsten als Swiss precision with Italian soul beschreiben kann.


Die wichtigsten Kollektionen

Squale 2002 – Das professionelle Taucherwerkzeug

Das Modell Squale 2002 ist das Flaggschiff der Marke und trägt den Beinamen „The professional diving watch since 1960″. Es ist auf eine Wasserdruckbeständigkeit von 1.000 Metern ausgelegt – ein Wert, der ohne Heliumventil erreicht wird, was eine bemerkenswerte konstruktionstechnische Leistung darstellt.

Das herausragende Merkmal der 2002 ist ihr „Push to release“-Lünettensystem – eine patentierte Sicherheitsmechanik, bei der die drehbare Lünette nur nach einer leichten Druckbetätigung rotiert werden kann. Dies verhindert das versehentliche Verstellen der Tauchtzeit-Markierung unter Wasser – ein Detail mit potenziell lebensrettender Bedeutung.

Technische Eckdaten – Squale 2002:

Merkmal Wert
Gehäusedurchmesser 43 mm
Gehäusematerial 316L Edelstahl
Wasserdichtigkeit 1.000 m (100 ATM)
Heliumventil Keines (konstruktiv nicht erforderlich)
Lünettentyp Drehbare Uni-Direktional, „Push to release“-Patent
Glas Entspiegeltes Saphirglas
Leuchtmittel SuperLuminova C1
Uhrwerk Sellita SW200-1 (Elaboré)

Squale 1521 – Die ikonische 50 Atmos

Die Squale 1521, auch bekannt als 50 Atmos, ist das Herzstück des Squale-Lineups. Ihr Name stammt von der ursprünglichen Produktionsreferenz aus den 1960er Jahren. Die 120-fach gerändelte Lünette ist eines der markantesten Designmerkmale – die feinen Rillen garantieren maximalen Grip auch mit nassen Fingern oder im Neoprenhandschuh.

Technische Eckdaten – Squale 1521:

Merkmal Wert
Gehäusedurchmesser 42 mm
Gehäusehöhe 12,5 – 13 mm
Gehäusematerial 316L Edelstahl
Wasserdichtigkeit 500 m (50 ATM)
Lünettenrändel 120-fach gerändelt, uni-direktional
Glas Flaches Saphirglas, beidseitig entspiegelt
Zifferblatt Gedruckte Indizes (authentisches Vintage-Design)
Uhrwerk (Standard) Sellita SW200-1, Elaboré (±7 Sek./Tag)
Uhrwerk (Option) Sellita SW200-1, COSC-zertifiziert (−4/+6 Sek./Tag)
Gangreserve ca. 38 Stunden
Steine 26 Rubine

Squale 1545 – Moderner Klassiker

Die Squale 1545 ist die meistverkaufte Kollektion der Marke und richtet sich an Taucher, die ein schlankeres, eleganteres Profil suchen, ohne auf technische Substanz zu verzichten. Mit 40 mm Durchmesser passt die 1545 problemlos unter ein Hemd – ein bewusster Spagat zwischen Tauchersport-Erbe und Alltagstauglichkeit.

Technische Eckdaten – Squale 1545:

Merkmal Wert
Gehäusedurchmesser 40 mm
Gehäusehöhe 12,1 – 16 mm
Wasserdichtigkeit 300 m (30 ATM)
Lünettenoptionen Keramik (kratzfest) oder satinierter Stahl
Glas Saphirglas mit 2,5-facher Lupe
Uhrwerk Sellita SW200-1 (Standard)
Gangreserve ca. 38 Stunden

Squale Sub-39 – Das Jubiläumsmodell

Die Squale Sub-39 wurde 2019 als limitiertes Jubiläumsmodell zum 60. Geburtstag der Marke eingeführt. Mit 39 mm Durchmesser und einer Lug-to-Lug-Länge von 47,3 mm ist sie die kompakteste Uhr im Lineup – eine direkte Hommage an die Proportionen der klassischen Taucheruhren der 1960er Jahre.

Besonderheiten der Sub-39 auf einen Blick:

  • Kompaktes 39-mm-Gehäuse – ideal für schmale Handgelenke
  • Lug-to-Lug: 47,3 mm – bestmögliche Tragbarkeit
  • Antrieb: ETA 2824-2 (in vielen Varianten), 38 h Gangreserve
  • Schraubkrone und Schraubboden für maximale Wasserdichtheit
  • Direkteste Hommage an das originale Squale-Design der 1960er
  • Ideal als Einstiegsmodell in die Squale-Welt für Sammler und Newcomer

Uhrwerke & Technik

Squale setzt konsequent auf bewährte Schweizer Automatikwerke. Die Entscheidung gegen ein eigenes Manufakturkaliber ist dabei kein Schwäche, sondern eine bewusste Markenstrategie: Qualität, Servicefreundlichkeit und langfristige Ersatzteilverfügbarkeit stehen über dem Prestige des In-house-Labels.

Übersicht der eingesetzten Kaliber:

Kaliber Typ A/h Steine Gangreserve Standard Verbaut in
Sellita SW200-1 Automatik 28.800 26 ~38 h Elaboré (±7 s/Tag) 1521, 1545, 2002
Sellita SW200-1 Automatik 28.800 26 ~38 h COSC-Chronometer (−4/+6 s/Tag) 1521 (Sondervarianten)
ETA 2824-2 Automatik 28.800 25 ~38 h Standard Sub-39, ältere Modelle

Technische Merkmale aller Squale-Uhren:

  • Swiss Made-Zertifizierung für jedes Modell
  • 316L Edelstahl-Gehäuse – hohe Korrosionsbeständigkeit gegenüber Salzwasser
  • Schraubkrone und Schraubboden – maximale Abdichtung auch unter extremem Wasserdruck
  • Entspiegeltes Saphirglas – kratzfest und reflexionsarm
  • SuperLuminova C1 – maximale Leuchtkraft für beste Ablesbarkeit unter Wasser
  • Uni-direktionale Lünette – Sicherheitsmerkmal gemäß ISO 6425 (Taucheruhr-Norm)

Kollektionen im Vergleich

Modell Durchmesser Wasserdichtigkeit Uhrwerk Besonderheit Preisrange
Squale 2002 43 mm 1.000 m Sellita SW200-1 Elaboré „Push to release“-Lünettenpatent, kein Heliumventil nötig ab ca. 900 €
Squale 1521 42 mm 500 m Sellita SW200-1 Elaboré / COSC 120-fach gerändelte Lünette, COSC-Option, Vintage-DNA ab ca. 600 €
Squale 1545 40 mm 300 m Sellita SW200-1 Standard Keramiklünette, Datumsanzeige mit Lupe, Alltagstauglich ab ca. 500 €
Squale Sub-39 39 mm 200 m ETA 2824-2 Kompakteste Uhr im Lineup, 60-Jahre-Jubiläumsdesign ab ca. 500 €

Das kleine Hai-Symbol bei der 6-Uhr-Position auf dem Zifferblatt oder dem Gehäuseboden ist weit mehr als ein Marketinginstrument: Es ist ein historisches Echtheitsmerkmal. Bereits in den 1960er Jahren, als Squale noch Gehäuse für andere Marken produzierte, war der Hai die diskrete Signatur, mit der Von Büren seine Gehäuse kennzeichnete.

Kenner der Vintage-Uhrenszene nutzen dieses Merkmal bis heute, um Squale-gefertigte Gehäuse auf dem Sekundärmarkt zu identifizieren. Der Hai bei 6 Uhr ist damit eines der wenigen Logos in der Uhrengeschichte, das seinen Ursprung nicht im Marketing, sondern in der nüchternen Produktionskennzeichnung eines Gehäusezulieferers hat – was ihm eine authentische, unverklärte Geschichte verleiht.


Squale kaufen – Worauf achten?

Squale-Uhren sind über autorisierte Händler weltweit erhältlich. Bei der Modellwahl und beim Kauf empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

Modellwahl nach Verwendungszweck:

  • Squale 2002 – Für professionelles Tauchen und Unterwassereinsätze bis 1.000 m
  • Squale 1521 – Für den sportlich-aktiven Taucher und Vintage-Liebhaber (500 m)
  • Squale 1545 – Für den Alltagseinsatz mit Tauchfunktion und elegantem Profil (300 m)
  • Squale Sub-39 – Für Einsteiger, Vintage-Fans und Träger mit schmalem Handgelenk

Worauf beim Kauf zu achten ist:

  • Autorisierter Händler: Nur der Kauf beim offiziellen Squale-Händler garantiert Werksgarantie und Originalität
  • Werk-Variante prüfen: Bei der 1521 zwischen Standard-Elaboré und COSC-Chronometer unterscheiden
  • Lünettenmaterial: Wahl zwischen Keramik (1545), gerändelte Stahlvarianten (1521/2002) je nach Präferenz
  • Seriennummer: Jede Squale trägt eine individuelle Seriennummer als Echtheitsbeweis
  • Zifferblatt-Varianten: Squale bietet viele Farbvarianten je Modell – Sondereditionskalender prüfen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Swiss Made, Saphirglas, Sellita-Werk, 300–1.000 m Wasserdichtigkeit – für 500–1.500 EUR ein außergewöhnliches Angebot im Markt

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Squale

Wann wurde Squale gegründet und wer ist der Gründer?

Squale wurde 1946 von Charles und Helene Von Büren in Neuchâtel, Schweiz, als Von Büren SA gegründet. Die Marke Squale wurde offiziell 1959 registriert; gleichzeitig erhielt das Unternehmen das erste Patent für die Herstellung von Taucheruhrengehäusen. Heute gehört die Marke Andrea Maggi, dem Sohn des ehemaligen italienischen Generalimporteurs, der Squale Ende der 1990er Jahre mit Zustimmung der Gründerfamilie übernahm.


Wo werden Squale-Uhren hergestellt?

Squale-Uhren werden im Kanton Tessin, dem italienischsprachigen Teil der Schweiz, von Hand gefertigt und tragen das Swiss Made-Zertifikat. Jede Uhr wird von erfahrenen Uhrmachern in der Tessiner Manufaktur zusammengebaut und durchläuft strenge Qualitäts- und Drucktests, bevor sie ausgeliefert wird.


Welches Uhrwerk ist in der Squale 1521 (50 Atmos) verbaut?

Die Squale 1521 (50 Atmos) wird standardmäßig mit dem Sellita SW200-1 im Elaboré-Standard ausgestattet – 26 Rubine, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, ca. 38 Stunden Gangreserve, Toleranz ±7 Sekunden pro Tag. Alternativ ist die 1521 in einer COSC-zertifizierten Chronometer-Version erhältlich, die die strengeren Toleranzen von −4/+6 Sekunden pro Tag einhält.


Was bedeutet das Hai-Symbol auf Squale-Uhren?

Das Hai-Symbol bei der 6-Uhr-Position auf Squale-Uhren geht auf die historische Produktionskennzeichnung der Von Büren SA zurück. Bereits in den 1960er Jahren versah das Unternehmen die für andere Marken hergestellten Taucheruhrengehäuse mit diesem diskreten Logo – es ist damit ein Echtheitsmerkmal mit echtem historischem Ursprung und kein reines Marketingelement.


Ist die Squale 2002 wirklich bis 1.000 Meter wasserdicht?

Ja. Die Squale 2002 ist auf eine Wasserdruckbeständigkeit von 1.000 Metern ausgelegt und wurde in der Praxis von Profitauchern sowie von der italienischen Marine (Marina Militare) eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass diese Tiefenleistung ohne Heliumventil erreicht wird – ein Beleg für die Qualität der Gehäuseabdichtung. Das „Push to release“-Lünettensystem verhindert zudem das versehentliche Verstellen der Tauchtzeit-Markierung unter Wasser.


Für wen ist Squale die richtige Wahl?

Squale richtet sich an Uhrenliebhaber und Taucher, die eine Swiss Made Tool-Watch mit authentischer Geschichte, technischer Substanz und fairem Preis suchen. Wer eine echte Alternative zu großen Marken mit ähnlicher Wasserdichtigkeit und Qualität möchte, ohne den fünf- oder sechsstelligen Preis zu zahlen, findet in Squale eine der glaubwürdigsten Optionen am Markt – besonders in der Spanne zwischen 500 und 1.500 EUR.